Ein steiler Start – Kultur Pur

Oder wie Simon Victory day feiert

(Ein unvollendeter Artikel, den ich mich, mehr als 2 Monate später, doch noch entschliesse zu veröffentlichen…) Zwischendurch erlaube ich es mir nachträglich einen kleinen Kommentar einzufügen (kursiv, unterstrichen).

Für meinen ersten freien Tag habe ich mir vorgenommen, Lucy im National Ethiopian Museum zu besuchen. Anschliessend steht noch das Erkunden anderer Museen und Sehenwürdigkeiten auf dem Programm. Mann muss vorab bemerken, dass Addis flächenmässig doch eher klein ist, so liegen die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb von 2km meiner Unterkunft. Bewaffnet mit Handy, ~550 Bir, Nastuch und Hauschlüssel starte ich meine Reise Richtung Piazza. Für Mittag und Abendessen berechne ich nicht mehr als 100 Bir. Um Lonelyplanet und die Pocketkamera auch mitnehmen zu können, ziehe ich zudem meine Jacka an.

Als vorbemerkung gebe ich an, dass mir hier der Start nicht ganz so schön geglückt ist:

Im Guest House ist Tote hose – die meisten Mitarbeiter Leben irgendwo im Grün am Rande der Stadt. Zwar arbeiten einige Ethiopische Mitarbeiter auf dem Gelände – doch die sind eben zum Arbeiten da und verziehen sich nach Veierabend auch wieder. Stationär hier sind zwei Ladies > 50.

Daneben hat es schon einige Gäste im Guesthaus. Die meisten sind irgendwelche Missionarspare anderer Organisationen die irgendwo in den Busch Busch gehen, Konferenzbesucher oder Paare, die ein Kind addopiteren.

Eine begegnung mit Gleichaltrigen hatte ich erst eine.

Von der Ethiopischen Kultur habe ich bis jetzt noch nicht so viel gesehen, vom Essen über die Zimmer gestallted sich alles eher amerikanisch-konservativ.

Mein grösster Stressfaktor ist aber die schlechte Luft – Mann bestätigt mir oft, dass dies vor vier Jahren noch ganz anders war, die Anzahl Drecksmühlen hier aber exponentiel zugenommen hat. Die Stadt erscheint mir vorallem schmutzig und gefährlich. was alle daran so faszinierend finden, gilt es jetzt zu klären.

Also gehe ich um neun Uhr den Hügel hoch und halte ausschau nach dem Piazza. Die Strassen sind am Samstag deutlich leerer und auch die Luft etwas besser. Vorher habe ich nochals versucht, irgenwo Internet zu erlangen, dies hat jedoch nicht geklapt. Ich realisiere schon jetzt – das ich Addis Abeba gerne mal mit einer anständigen Fotoausrüstung besuchen werde. Momentan wage ich mich nicht mal, die kleine Pocketkamera zu benutzen. So verirre ich mich zuerst in eine Seitengasse fast neben meiner Unterkuft. Irgendwie errinnert mich die Umgebung an die Piraten von Bavaria (Oder wie heist die Indonesische Stadt schon wieder) im Europapark. Wieder auf der Hauptstrasse bestaune ich die Bambussgerüste um die Hochhäuser sowie Werbetafeln für z.b. einen Computertomographen.

Eine Begegnung

Beim hinauflaufen werde ich von einem Ethiopier im Rastalook angesprochen – er seie vom Land und mache hier seine Autoprüfung, wohne aber bei seinem Kollegen. Nach dem ersten kurzen Austauschen – sein Englisch ist einigermassen brauchbar -, beginnen wir zusammen Amharisch zu lernen. Éne, Ante, Ischi etc. (Ich, Du, Ok). Er sagt mir, er könne mir den Merkato zeigen (grösster Mark Afrikas) und sein Kollge würde auch noch gleich hinzukommen.

Liegt eigentlich gerade auf dem Weg, ohne Führer darf man ja da als Ausländer nicht hinein. Klar, erwartet er am Schluss vielleicht etwas Geld, aber das ist ganz ok. Ertaunlicherweise sind ja die Löhne in Ethiopien in Birr und der Schweiz in CHF fast gleich, nur das der Wechselkurs bei 20:1 steht. Also werde ich so um die 15Bir pro Stunde bezahlen. Er sieht zwar etwas komisch aus mit seinen geröteten Augen, doch erzähtl er unglablich spannend und macht die Sache ganz gut.

Markt und Merkato

Nach einer weiteren Runde Wörter lernen biegen wir zuerst auf den kleinen Gemüse und Früchtemark ein. Ich war zwar schon mal in Indonesion auf so einem Markt, doch das hier ist ein anderes Level. Wie am Bahnhof Visp in der Unterführung an einem schönen Skitag beim Umsteigen quetschen sich die Leute zwischen den Schalen mit Früchten durch. Die Hände fest im Hosensack das Portemonnai umchlammernd folge ich meinen Führern. Am Eingang wurde ich schon von einem local darauf hingewiesen, meine Jackentasche noch zu schliessen. Auch mein co-Führer umklammert sein Phone fest und dazu noch irgend ein Becher den er mir später Schenken wird. Doch das leichte Risiko eines Verlustes macht sich sehr Bezahlt – der Markt ist wirklich einmalig – diese Farben, dieses Gewimmel – naja Duft nicht umbedingt.

Die gelernten wörter Amharisch repetiert tauchen wir nun in die Welt des Merkato ein. Meine Führer halten mich im Sandwich um mich nicht zu verlieren. Hätte ich aus dem kleinen Markt noch selbständig herausgefunden, hätte es hier trotz meines sehr verlässlichen Orientlerungssinns wohl ein wenig Zeit in Anspruch genommen; für ein Normalorientiere aber schon fast ein Ding der Unmöglichkeit. War der andere Markt schlichtweg Umreisend, befinde ich mich nun auf einem anderen Planeten: Zuerst Kleider, dann so ein Banenbutterding, Tiere, wieder Gemüse und dann Eisen und Plastikverwertung. Auf engstem Raum wird verkauft und gearbeitet. So habe ich sicher >200 Leute gesehen, die mit einfachstem Werkzeug, verostete Stahlteile zur wiederverwertung flachklopfen. In diesem Labyrinth von Strassen und Lagern werden auch die Gespräche immer wie interessanter. Wir diskutieren über Bananenpreise (3 Bir/kg auf dem Land, 7 Bir am Merkato, 10 Bir am Strassenrand in der Stadt). Eine Ziege kostet 800 Bir, ein Esel 4000. Am Eselmarkt begegnen uns auch etlichen dieser Tiere schon fast niedlicher grösse (Eher ein Eseli). Von meinen neuen Fastfreunde erfahre ich auch etwas über ihre Herkunft, der eine Studiert irgendwo Landwirtschaft und der andere besucht ihn am Wochenende.

Ich bin wirklich hingerissen von dieser Führung beschliesse, sicher jedem 100 Birr zu bezahlen.

Irgendwo wird mir noch so eine kleine Stube in einem Kontainer gezeigt, heute seie ein spezieller Tag – Victory Day, einer von 4 Holidays wo viele Leute vom Land in die Stadt kommen würden um Ander zu treffen und gemeinsamso in Kleinrestaurants zu Plaudern. Am Boden liegt frisches Gras, laut Lonely Planet ist dies Teil des Kaffeerituals.

Unterdessen ist es Mittag, als Geste des Guten willens lade ich sie zum Mittagessen ein.

Naja, einmal Europäisch kostete max 40Bir, local dürfte sicher noch billiger sein.

So schlendenr wir durch Addis Richtung Mexican circle und Lösen dabei Rätsel wie finde Ländernamen ohne A und E. (Ist gar nicht so einfach… Togo, Dschibutti, Kongo,…)

Essen

Auf die Frage, ob ich gerne Ethiopisch Essen würde Antworte ich begeister mit ja, unter der Bedingung das es gekocht ist.

Wir begeben uns wieder in so eine kleine Blechhüttte mit Vorhang – Leute würden auch hier zusammenkommen um zu plaudern. Auf die Frage, ob sie den Laden kennen, kriege ich die Antwort das es angeschrieben sei. Händeklatschen bedeuted das gegessen werden möchte und man möge doch servieren. Während dem Warten schauen wir gemeinsam im Lonely Planet nach dem Wohnort meiner Kollegen nach:

  • Guide one, wohnt in den Bale Mountains, Omoro, 22, nicht Verheiratet da der Vater für seien älteren Brüder schon zu viele Kühe ausgegeben hatt. Hat 3 Brüder und 4 Schwester.
  • Guide two, kommt aus dem im Süden, studiert agraarwissenschaft, hat 5 jüngere Schwester, Omoro, macht Brakedance und kann die Arme zusammengehlten symetrisch vom rücken über den Kopf manöverieren.

Das Essen schmekt mir gut, es gibt die Ethiopischen Fladenbrote auf einem grossen Teller (3 Stück)und darin 3 Verschiedene Fleischgerichte. Gegessen wird gemeinsam mit der rechten Hand.

Kaffe und Nüsse

Nun geht das Rätsellösen und Witzerzählen weiter. Anscheinend ist dies sehr verbreitet in Ethiopien. Meine Kollegen bestellen so eine Art Minzenteebläter und Erdnüsse: Es würden jetzt dann mehr Leute kommen und dann werde man gemeinsam auf diesen Blätter kauen. Es seie ein highlight der Ethiopischen Kultur. Sinn und Zweck sei ähnlich wie bei einem Kaffekränzchen.

Naja, ist wohl etwas ähnliches wie in Brasilien dieses Blätterwasser, das man immer trinkt, gehen wir nach der Devise ein wenig probieren.

Man Pflücke ein kleiner büschel Blätter, füge ein par Erdnüsse hinzu und kaue das ganze gemühtlich vor sich hin. Schmecken tuts wie Salat, etwas Sauce wäre vieleicht angebracht.

2 weitere Ethiopier setzen sich zu uns an den Tisch. Unterdessen wird mir folgendes Rätsel gestellt:

Ein Kind bezahlt 0.5$, eine Frau 1$ ein Mann 5$ für ins Kino. Welche Zusammensetzung(en) sind möglich um bei 100 Leuten 100$ zu verdienen. Als ich ihm nach Kürze via Gauss eine Lösung und nach kurzem Einsetzen die ganze Lösungsmenge presentiere, ist er doch etwas erstaunt (Blatt und Stift war vom Rätsellösen schon vorhanden). Umbedingt will er wissen wie das Funktionniert. Draussen ist nun erstmal Regen eingetroffen, ich hoffe, dass die Luft nun etwas gesäubert wird.

So sitze ich also irgendwo östlich des Mexico Circle in einer Blechhütte mit 4 Omoro bei Regen kräuterkauend und versuche, denn Gausalgorithmus zu erklären.

Mit den Kräutern ist das eben so eine Sache: Mann muss immer drei mal nehmen, alles ander wäre sehr unhöflich. Da ich das im Lonely Planet auch über das Kaffetrinken gelesen habe und unterdessen sich er schon eine Stunde vergangen ist, greife ich also nochmals zu.

Unterdessen schaltet sich einer der Neuen ins Gespräch, er Studiert Bergbau und hatt offensichtlich auch schon was von einem Gleichungssystem gehört.

Von der Wissenschaft geht die Diskusion nun in Richtung Gott und die Welt. Während einer Stunde diskuttieren wir sehr interesant über Glaube, Kirche, (immer der Vergleich zwischen der CH und ETH), Trinität, Buddismus, Verhütung, Freier Wille, Gott ist Beziehung, Wissenschaft und Glaube. Da will ich jetzt nicht abbrechen, und von den Kräutern merke ich auch nichts, also bleibe ich noch.

Nun schweiffen wir über zu Geld und Wirtschaft – es wird viel Verglichen und Geratschlagt. Ich Bemerke, dass ich mich praktisch gesehen auf diesem Gebiet viel zu wenig auskenne. Was soll ich einem 22 jährigen Ethiopier mit Schulabschluss raten.

Ich bleibe bei den Basics. Als Grundlage in der Diskussion verwende ich folgend Prinzipien

  • Verkaufe das Endprodukt
  • Kauft lokale Ware
  • Nicht das ´Glizernde aus dem Westen´ (Lokala Produkte folgend den lokalen Löhnen, Produkte aus dem Westen westlichen Löhnen).
  • Bleibt divers und kreative (Nicht nur Kaffe anpflanzen, oder es braucht nicht 30 Schuhladen nebeneinander wie z.b in Addis)
  • Investiere Gewinn
  • Es gibt den kurzen und den Langen weg. Wähle langsames und konstanten Wachstum, mache ehrliche Handel. (Ich glaube, mann solte denen Gotthelf auf Ahamrisch übersetzen)

Ab hier endet die Erzählung da ich keine Laptopbatterie mehr hatte und in meinem Zimmer noch kein 3 Pol Stecker gefunden hatte. Es bleiben nur noch Stichworte die ich mir kurz notierte…

  • Buissness – auch viele Ehrlichkeit (z.b. Alle auswandern)
    • Verkaufe direkt
    • Kaufe lokal
    • diversität
    • ziege nach djbuti
  • CD
  • neue dudes

Die CD

600 Bir für eine kopierte CD – geht nicht anders und so

Geld auf den Tisch – langsam dämers mir

 

aber erst beim preis von 245 Bir

ein plan

kein problem, aber

  1. sie soviel als moeglich
  2. was lernen

kleine lüge vom geld im tresor

Bezahlt

Meine Lehre an sie

  • Wir hätten gute Zeit haben können, doch Cash ist jetzt aus.
  • Der kurze und der lange weg

Meine fragen

  • Legal
  • Wirkung / pharma
  • Die aufteilugn 200$ + 200 Birr

Die Heimkehr

  • die geschichte vom weisenhaus und künstler

Endlich Zuhause

3 Liter Wasser, 4 Mal Zähneputzen und eine Dusche später.

  • Die wirkung
    • Wie bei alkohol, etwas stärker, etwa drei stunden
      • wach
      • kribeln in armen und beinen

Was War Das

Lonely planet – Wirklich ein top kultur ding

CD nur 14 stücke

  • Alles ein spiel
  • Teils zufall teils spiel
  • einfach eine art Naive Kultur

vielleicht wird mir der aktuelle strassenpreis von dem zeugs noch etwas licht ins dunkle bringen

Fazit

Momentan ok (200$ kein Problem)

  • Die Lehre an Sie – was könnten sie damit machen!
  • Was wenns doch Teilweise die wahrkeit war und die jetz gerade um einen wochenlohn ärmer sind
  • Rechtliche Fragen – SIM/Zivi
  • Und vorallem – Persönliche Medikamente

Nachtrag

  • Alles Halb so wild
  • Im lonely Planet beschrieben, nur mti Kaffe Ich habs ihnen einfach sehr einfach gemacht

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