Meine Welt

Was sollte man gesehen haben wenn man in Addis ist? Heute sage ich dass selbe wie in das was mich zum ersten Blogeintrag aus Addis bewegt hat.

Die Strasse

Auf der Strasse fühle ich mich in Afrika. Sie ist mein Tor aus der Forenjiwelt. Eine Stadt kennt Mann, wenn man sie erlaufen hat. Ich nutze Gelegenheiten (CH-Botschaft, Arbeit, Freunde, Einkaufen, Essen, Museum, Sport) um immer wieder neue Gegende von Frühmorgens bis Spätabends zu erkunden. Meine Beine wird es freuen, die totale Distanz dürfte sicher > 100km sein.

Die Karte zeigt alle Strassen die ich bis heute erlaufen habe:

Sie ist mehr als eine Karte, es ist meine Welt in der ich mein Alltag organisiere.

Einmal erkundet, fühle ich mich dann auch sicher genug, dass Minibusssystem zu benutzen:

ÖV in Addis

Es gibt deren drei Level:

  1. Taxis (nennt sich Contract taxis): sind überall, 10km kostet ungefähr 150 Birr. Benutze ich nur im äussersten Notfall.
  2. Minibus (viele nennen es taxis, finde ich aber sehr verwirrend). Ein äussert effizientes system. Hunderte von blauen Minibussen verbinden die verschiedenen Stadtquartieren. Sie halten bei den meisten Kreuzungen (kräftig winken hilft auch) und lassen einem über auf ein ”huaratschall” raus. Ein Plan mit den Linien wäre sehr hilfreich, insbesondere da die Minibusse nicht angeschrieben sind. Die Minibusse sind individuell privat und bestehen aus Bus, Fahrer und Geldeintreiber/Sitzzuweiser/Destinationsschreir (oftmals ein Kind oder Jugendlicher, die Ankündigung der Route ist oftmals sehr unverständlich). Forenjis sind darin sehr selten anzutreffen. Der Preis ist mit 3 Birr 5km moderat. Mein Favorit (Fahre damit täglich um die 15km). Leider sind die Sitzabstände nicht ganz für meine Oberschenkelknochenlänge bemessen. Mann kommt sich sprichwörtlich näher.
    Das ganze System biete eine sehr interessante Dynamik, die sich sicher auch Wissenschaftlich untersuchen liesse (Ab vie vielen Passagieren lohnt sich eine Fahrt, wie lange kann ich mit abfahren warten bis die ersten Passagiere aufzusteigen beginnen etc.)
    Leider ab 21.00 spärlich anzutreffen
  3. Es gibt auch noch normale Busse, die vom höhrensagen noch etwas günstiger sind. Wo sie genau durchfahren bleibt mir aber noch ein Rätsel, werden auch von vielen Äthiopier nur ungern benutzt.

Die Zentren

Addis Abeba ist für mich eine am schwierigsten zu orientierende Stadt. Nicht nur weil Strassennahmen fehlen, sondern auch weil meiner Meinung nach nicht wirklich ein Stadtzentrum existiert. Wie meine Karte zeigt schlage ich mich aber schon ganz Wacker (und denke kann doch schon recht gut mit Habisha mithalten.

Soweit sehe ich deren drei:

  1. Meskel, La Gare, Mexico: Meskel ist wohl der grösste Platz, La Gare war mal der Bahnhof und nach Mexico gehen viele Minibusse. von Meskel aus geht auch die Strasse zum Präsidentenpalast an der sich Sheraton und Hilton befinden. Müsste ich mich auf ein Stadtzentrum einigen, wäre es dies.
  2. Piazza: Das Zentrum der Italienischen Kurzherrschaft bietet entsprechende Architektur und viele Schmuck und Kleiderläden.
  3. Bole: Äthiopien im 21 Jahrhundert. Nähe Flughafen gibt es alles (Elektronik, Kleider, Shopping-mole und Biergarten. Für die meisten Äthiopier unerreichbar, eine kleine Elite geht hier einkaufen.

1 und 2 verbindet Churchill road, 1 und 3 Bole road.

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