{"id":142,"date":"2009-08-10T12:00:54","date_gmt":"2009-08-10T11:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.simon-christen.ch\/wp\/singapore\/?p=142"},"modified":"2011-07-29T15:43:12","modified_gmt":"2011-07-29T14:43:12","slug":"studienbericht-non-official-long-version","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.simon-christen.ch\/wp\/singapore\/?p=142","title":{"rendered":"Studienbericht &#8211; non official long version"},"content":{"rendered":"<p>Wie es sich f\u00fcr einen Austausch geh\u00f6rt, sollte auch ich f\u00fcr die Mobilit\u00e4tsstelle einen <a href=\"http:\/\/www.mobilitaet.ethz.ch\/outgoings\/berichte\">Studienbericht<\/a> erstellen. Doch leider kann ich mich \u00fcberhaupt nicht entscheiden, was die Welt jetzt wirklich interessiert, es gibt doch so viel zu erz\u00e4hlen. Da Berichte schreiben nicht gerade so mein Ding ist, ist er jetzt viel zu lang und un\u00e4bersichtlich geworden, so dass ich beschlossen haben, eine zweite, k\u00fcrzere Version zu schreiben. Den ersten, viel zu langen Bericht gibt es jetzt hier im Blog zu lesen:<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201eOftmals wenn ich im Uetliberg joggend beim Eindunkeln die in den Himmel verschwindenden, Rot-Gr\u00fcn leuchtenden Flugzeuge beobachten konnte, sehnte ich mich danach, auch wieder einmal die Schweiz zu verlassen. Diesen Satz f\u00fcr meinen soeben begonnen Singapur Blog tippend stieg ich sp\u00e4t Abends an einem kalten 7.Januar in einem Aribus a 340 im Himmel gegen Osten \u2013 der Traum war Wirklichkeit.<br \/>\nIch hatte viele Erwartungen an diesen Austausch \u2013 einige wurden nicht erf\u00fcllt, aber doch ebenso viele \u00fcbertroffen. Alles in allem war es ein sehr interessantes und erf\u00fcllendes halbes Jahr.<\/p>\n<h2>Vorbereitungen<\/h2>\n<p>Die Singapurer lieben Organisation \u2013 dies merkt man schon beim Anmelden. Wenn man Schritt f\u00fcr Schritt die Anweisungen befolgt, kann dabei nichts schiefgehen. Nach der Nomination durch die Mobilit\u00e4tsstelle und das Departement erfolgt die Anmeldung Online. Dies geschieht in Singapur sehr kurzfristig, die jeweiligen Anmeldetermine stehen auf der Mobilit\u00e4tshomepage. Trotzdem empfehle ich, mindestens ein Jahr im Voraus mit der Planung zu beginnen, so kann z.B die F\u00e4cherwahl in den vorangehenden Semester auf den Austausch abgestimmt werden.<br \/>\nIch habe nach dem bestehen der Basispr\u00fcfung mit der Vorbereitung f\u00fcr ein Austauschsemester begonnen. Dabei habe ich mir sehr viele, im Nachhinein gesehen fast zu viele Gedanken gemacht, welches den nun jetzt die ideale Austauschdestination sei. F\u00fcr Singapur hatte ich einig bedenken, so z.B. weil dort das Semester schon anfangs Januar beginnt, w\u00e4hrend an der ETH dann die Pr\u00fcfungssession noch nicht einmal begonnen hat. Allgemein war ich etwas im ungewissen mit der Studiumorganisation, da ja noch gar niemand vom ITET da war\u2026 Doch die M\u00f6glichkeit, in ein so fernes Land zu Reisen, wo es das ganze Jahr \u00fcber Sommer ist, reizte mich zu sehr. Den Entscheid habe ich keine Sekunde bereut, und die Organisationsprobleme haben sich als gut zu bew\u00e4ltigen herausgestellt.<br \/>\nNach der Anmeldung werden einem regelm\u00e4ssig Formulare zugesandt, die es einfach sch\u00f6n brav auszuf\u00fcllen gilt. Darunter hat es Einreiseformulare (Form 16) oder auch solche, wo man unterschreiben muss, was der Arzt mit einem unter Nichtansprechbarkeit alles anstellen darf. Wichtig ist einfach der Offizielle Einschreibetag in Singapur, welcher in der Woche vor Semesterbeginn stattfindet: Dort wird die ganze Anmeldung abgeschlossen, und falls man etwas vergessen hat, stehen die n\u00f6tigen Dokumente &#8211; oder im Fall des Passfotos &#8211; der Fotograf bereit. Auch die Zollbeh\u00f6rde ist da anwesend, und stellt einem eine f\u00fcr die Studienzeit g\u00fcltigen \u201eStudends pass\u201c aus, der einem beim Reisen aus und nach Singapur viele Stempel erspart.<\/p>\n<ul>\n<li>Wer sich \u00fcber den Aufbau der verschiedenen Studieng\u00e4ngen informieren will: <a href=\"http:\/\/www.nus.edu.sg\/registrar\/nusbulletin\/index.html\">NUS Bulletin<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Vieles bez\u00fcglich der Anmeldung wurde ja auch schon in vorangehenden Berichten erz\u00e4hlt, doch in zwei Punkten scheint sich die Situation unterdessen etwas ver\u00e4ndert zu haben, darauf m\u00f6chte ich kurz eingehen:<\/p>\n<ol>\n<li>F\u00e4cherwahl Voranmeldung<br \/>\nIch habe bei der Voranmeldung m\u00f6glichst viele F\u00e4cher meines Studiengangs angegeben, damit ich auch sicher Aufgenommen werde. Dies hat sich als gute Strategie erwiesen. Ich wollte aber auch ein-zwei F\u00e4cher aus dem nicht Ingenieurbereich besuchen (als GESS\/MTU). Da ich nirgends so genaue Informationen zu diesen F\u00e4chern fand, liess ich diese Wahl offen, um mich dann, \u00fcber die w\u00e4hrend den ersten drei Wochen stattfindenden add und drop Runden hinzuf\u00fcgen. Dies hat sich als sehr schwierig herausgestellt, da gerade einfache Kurse (1000) an der Faculty of Business oder Social Science &amp; Arts im Gegensatz zum Engineering oft schon \u00fcberbucht sind. Und war ich mal mit einem Kurs erfolgreich, musste ich einen Tag sp\u00e4ter feststellen, dass ich ihn wegen Pr\u00fcfungstermin\u00fcberschneidungen nicht besuchen darf. Nat\u00fcrlich habe ich Departemente pers\u00f6nlich besucht, und ihnen erz\u00e4hlt, ich sei doch Austauschstudent etc. Nur bei ~800 Incomings sind die Chancen da eher gering, auf offen Ohren zu stossen. Schlussendlich bekam ich dann doch noch einen sehr Interessanten Kurs.Wichtige Links zur F\u00e4cherwahl:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nus.edu.sg\/registrar\/nusbulletin\/modulesearch.html\">\u00dcberblick Module<\/a>: Achtung: nicht alle Kurse sind jedes Semester verf\u00fcgbar.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/webrb.nus.edu.sg\/ctt\/builder.aspx\">Timetablebuilder<\/a>: Zum \u00fcberpr\u00fcfen, ob Stundenplanm\u00e4ssig alles zusammenpasst.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Housing<br \/>\nObwohl ich mich fr\u00fchzeitig f\u00fcrs Housing angemeldet hatte, bekam ich kein Zimmer auf dem Campus. Daf\u00fcr aber ein Angebot f\u00fcr ein Bett in einer vier Personen, zwei Schlafzimmer mit Wohnraum, Bad&amp;K\u00fcche Wohnung im Hostel YoHa@Commonwealth. Dar\u00fcber war ich sehr entt\u00e4uscht und lehnte das Angebot ab. Dies hatte zur Folge, dass ich die ersten f\u00fcnf Tage in Singapur mit 30kg Gep\u00e4ck zwischen Verschiedenen Hostels, dem Office of Students Affairs (f\u00fcrs Housing zust\u00e4ndige Stelle), Infoveranstaltungen und alternativen Studentenunterk\u00fcnften hergependelt und dabei hoffte, dass sich via Warteliste oder sonst wie ein Weg zu einer Campusunterkunft finden w\u00fcrde. Dabei bin ich regelm\u00e4ssig anderen ETHstudenten begegnet, denen es gleich ergangen ist (Flavio, Adrian, Eto). Auf dem OSA wurde ich eigentlich nur freundlich vertr\u00f6stet und habe nicht gleich kapiert, dass mein Wunsch f\u00fcr Sie eigentlich ein \u201eno go\u201c ist. Weil ich nach f\u00fcnf Tage die Rumreiserei satt hatte, bin ich schlussendlich doch ins YoHa@Commonwealth eingezogen, weil es die einzige g\u00fcnstige, einigermassen Campusnahe Wohnm\u00f6glichkeit war.<br \/>\nEigentlich war es dann dort auch ganz gut: 5\u2019 von der MRT (Schnellbahn) Station, L\u00e4den und vielen authentischen Essenst\u00e4nden entfernt war man deutlich zentraler als auf dem Campus. Ab mitte Semester stand sogar ein Shuttlebus zur Verf\u00fcgung, so dass sich die Reise zum Campus auf ca 25\u2019 verk\u00fcrzte. Und dank den ~100 NUS Austuschstudenten im Commonwealth war auch immer etwas los.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Studieren an der NUS<\/h2>\n<h3>Campus<\/h3>\n<p>Der Campus ist gross. Auf etwa 2km^2 Fl\u00e4che befindet sich ein zusammenh\u00e4ngendes Netz von Fakult\u00e4ten, Sportanlagen, Foodst\u00e4nden, Administrationsgeb\u00e4uden und Studentenunterk\u00fcnfte. Es verkehre etwa F\u00fcnf verschiede Buslinien, die ich jedoch als eher \u00fcberfl\u00fcssig empfand, da man zu Fuss oft schneller ist. Und da die Vorlesungen innerhalb derselben Fakult\u00e4t stattfinden, muss man auch nicht in jeder Pause \u00fcber den ganzen Campus pilgern. \u00dcberall zwischen den Geb\u00e4uden befinden sich gedeckte Fussg\u00e4ngerwege, welche betr\u00e4chtliche H\u00f6henunterschiede \u00fcberwinden und manchmal auch durch den Wald f\u00fchren, so das beim Rumlaufen schon mal etwas Masoala-Stimmung aufkommen kann. Entlang der Wege befinden sich Holztische mit B\u00e4nken. Wenn sie nicht schon von lernenden oder schlafenden Studenten besetz waren habe ich sie zum lernen (oder schlafen) den unterk\u00fchlten Lehrr\u00e4um vorgezogen. Die Geb\u00e4ude sind so konstruiert, dass alles was nicht zwingend innseitig gek\u00fchlt werden muss (WC, G\u00e4nge, Lift, Treppen) so quasi aussen ans Geb\u00e4ude angeklebt ist. Essen hat mir sehr spass gemacht. Es ist sehr g\u00fcnstig und teils auch qualitativ gut. Betreffend Geschmack kann man sich von den etwa 50 verschiedenen Verkaufsst\u00e4nden (Indisch, Chinesisch, Japanisch) etwas aussuchen. Etwas verwirrt war ich zu Beginn, dass bei gewissen St\u00e4nden das Geschirr in einer spezielle Halal R\u00fccknahmestelle abgegeben werden muss \u2013 auch beim so eine art Pommes Frites und Pasta servierenden \u201eWestern Food\u201c-Stand.<\/p>\n<h3>Leute<\/h3>\n<p>Was w\u00e4re ein Campus ohne Studierende. Und davon hat es sehr viele, Leider musste ich im Verlauf des Semesters feststellen, dass es nicht ganz so einfach ist, mit den lokalen Studenten in Kontakt zu treten. Erstens gibt es, wie schon gesagt, sehr viele Austuschstudenten. Obwohl sich diese sehr gut unter die Vorlesungen verteilen (so um die zwei pro Vorlesung), geh\u00f6ren sie doch zum normalen Studiumsalltag, dh sind nicht etwas sonderlich Spezielles. Zweitens liegt zwischen Lokalen- und Austauschstudenten so eine Art Barriere: Die lokalen Studenten sind fleissig \u2013 viel Zeit ins Studium zu investieren ist Teil ihrer Identit\u00e4t. Die Austauschstudenten besuchen etwa halbsoviele Vorlesungen und diese mit m\u00e4ssigem Einsatz und Verbringen daf\u00fcr eher Zeit mit Reisen. Dazu kommt, dass Insbesondere Westliche Studenten noch etwas reicher als die auch wohlhabenden Singapurer sind, was in ihrer Ideologie, wo Reichtum = Arbeitsaufwand steht, verglichen mit dem erstgenannten nicht sein d\u00fcrfte. Doch die Situation ist nicht so d\u00fcster wie soeben geschildert. Die Universit\u00e4t bietet eine Unmenge an Vereinen, wo Locals und Gaststudenten aufeinandertreffen. Sei es in den auf den sch\u00f6nen Campussportanlagen trainierenden Sportclubs oder an irgendwelchen Politdebatten Events.<br \/>\nSpannende Themen um mit Lokalen Studenten ins Gespr\u00e4ch zu kommen sind bspw:<\/p>\n<ul>\n<li>Singapurs Vielv\u00f6lkergemeinschaft: Die Studenten erkl\u00e4ren sehr gerne, was jetzt z.b. der Unterschied zwischen einem China Chinesen und einem Singapur Chinesen ist, oder wie es dazu gekommen ist, das Englisch Landessprache von Singapur ist.<\/li>\n<li>Schweiz: Die Grundschule in Singapur behandelt die Schweiz als Thema wegen ihrer Viersprachigkeit.<\/li>\n<li>Milit\u00e4r: Die meisten Studenten besuchen vor der Universit\u00e4t zwei Jahre den obligatorischen Milit\u00e4rdienst, diese Diskussion endet meist in der erstgenannten.<\/li>\n<li>Reisen: Singapurer Reisen wie Austauschstudenten sehr gerne ins Ausland (kein Wunder bei Singapurs Fl\u00e4che)<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Vorlesungen<\/h4>\n<p>Schlussendlich habe ich vier Viertjahres-Engineering F\u00e4cher und ein Erstjahres-Fach in Geschichte besucht. Vom Arbeitsaufwand war es w\u00e4hrend des Semester ok, die einw\u00f6chige Pr\u00fcfungsvorbereitungswoche mit anschliessend f\u00fcnf Pr\u00fcfungen in acht Tagen war mir dann aber eindeutig zu stressig.<\/p>\n<ul>\n<li>EE4210 COMPUTER COMMUNICATION NETWORKS II<br \/>\nGuter Dozent, Spannendes Thema &#8211; empfehlenswert<\/li>\n<li>EE4401 OPTOELECTRONICS<br \/>\nEinzige etwas Mathematik basierende Vorlesung \u2013 Im zweiten Teil wird prim\u00e4r der Aufbau von LED und HalbleiterLASER eingegangen \u2013 eine St\u00e4rke der NUS, deshalb interessant<\/li>\n<li>EE4411 SILICON PROCESSING TECHNOLOGY<\/li>\n<li>EE4415 INTEGRATED DIGITAL DESIGN<\/li>\n<li>HY1101E ASIA AND THE MODERN WORLD<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gesamthaft w\u00fcrde ich sagen, dass das Studium etwa \u00e4hnlich anspruchsvoll ist wie an der ETH. Der Aufbau und die Gewichtung sind aber anders. Das zentrale Element des vierten und letzen Studienjahres liegt darin, Verst\u00e4ndnis verschiedener Technologien, deren Anwendungen sowie ihrer Vor-&amp;Nachteile zu vermitteln. Zu den Inhalten w\u00e4hrend des Semesters geh\u00f6rt nebst den Vorlesungen 1 \u2013 3 Laborexperimente, wo man anschliessend ein sehr ausf\u00fchrlicher Bericht mit Antworten auf Fragen zu erstellen hat. In zwei Vorlesungen \u00fcberstiegen diese Fragen das Level der Vorlesung bei weitem, so das dieser Bericht zu einer google-copy-paste \u00dcbung wurde. Rechen\u00fcbungen wie an der ETH sind eher un\u00fcblich, zwar gibt es Tutorials, welche je nach Vorlesung Mathematisch anspruchsvoll sind, doch werden sie meist einfach vom Professor vorgel\u00f6sst. Ein Professor hat auch w\u00e4hrend seiner gesamten Vorlesung die Tutorials vergessen \u2013 und sie dann ein par Tage vor der Pr\u00fcfung als Sammlung mit Musterl\u00f6sung den Studenten zugeschickt. (Gut, er hat auch mal glatt die Vorlesung vergessen \u2013 daf\u00fcr spontan w\u00e4hrend der \u201eRecess Week\u201c (Mitte Semester) und der \u201eReading Week\u201c (Pr\u00fcfungsvorbereitung) vier Zusatzvorlesungen angesagt ?.)<br \/>\nW\u00e4hrend, oder schon vor der Vorlesung, schreiben die Studenten enorm viele Notizen auf die Powerpointhandouts. Ich fragte mich immer warum, den oft war es mir m\u00f6glich, die Grundlegenden Konzepte der Vorlesung relativ schnell zu begreifen \u2013 die Dozenten gehen meist sehr gem\u00fctlich vorw\u00e4rts und erkl\u00e4ren alle Details. Doch an den Pr\u00fcfungen von einigen F\u00e4chern musste ich feststellen, dass erwartet wird, dass man Tabelle zu den pro\/con einer Technologie Auswendig kann und das bei einer Erkl\u00e4rung auch auf die Details geachtet wird. Extremfall war hier die Vorlesung EE4411 \u2013 Silicon Processing Techology:<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch in der Vorlesungspause:<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\">SC: \u201eDu, wollt ihr alle mal so in die Halbleiterindustrie einsteigen?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"> STUDI: \u201eNein, also ich m\u00f6chte mal bei einer Bank arbeiten\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"> SC: Warum besuchst du dann die Vorlesung \u2013 ich meine, das ist eine sehr spezifische, aber wichtige Technologie die hier Vorgestellt wird?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;\"> STUDI: \u201eWei\u00dft du, die Vorlesung gilt als besonders einfach \u2013 darum sind auch alle Anderen hier \u2013 man muss eigentlich nur das Skript und die Vorlesungsnotizen auswendig lernen.\u201c<\/span><\/p>\n<p>Es war dann auch die Vorlesung, wo ich mit Abstand am schlechtesten abschloss ?. Zwar waren die Fragen sehr knifflig gestellt, und trotz Vorbereitung mittels zwanzigseitiger Handzusammenfassung konnte ich mich halt bei der closed book Pr\u00fcfung an zu wenige Details und Zusammenh\u00e4nge erinnern\u2026<br \/>\nVerhaut man mal eine Pr\u00fcfung, ist das nicht so dramatisch, denn bis zu 50% der Noten werden schon w\u00e4hrend des Semesters durch verschiedene Assesments (so auch die Laborberichte) gemacht.<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit mit der ETH<\/h3>\n<p>Die Zusammenarbeit mit der ETH hat hervorragend geklappt. So wurde es mir erm\u00f6glicht, eine Pr\u00fcfung der Wintersession zeitgleich in Singapur zu schreiben. Die F\u00e4cheranerkennung ging z\u00fcgig und das Semester wurde mir vollst\u00e4ndig angerechnet.<\/p>\n<h2>Leben in Singapur und S\u00fcdostasien<\/h2>\n<p>In Singapur ist immer etwas los \u2013Singapur ist in Bewegung. (Wer findet, momentan habe es viele Baustellen in Z\u00fcrich, sollte mal nach Singapur gehen \u2013 oder noch besser Dubai.)<br \/>\nTraumstr\u00e4nde gibt es zwar keine in Singapur, doch kann auch eine k\u00fcnstliche Insel (Sentosa) diesbez\u00fcglich lustig sein. Und wer nicht so gerne im Meer mit Aussicht auf hundert Frachtschiffe badet, kann sich ja mit Wakeboarden im k\u00fcnstlichen See versuchen. Attraktionen bietet Singapur viele.<br \/>\nUnternommen wurde vieles zusammen mit anderen Austaustudenten. Zu den Hauptbesch\u00e4ftigungen des Austauschstudenenten geh\u00f6rt n\u00e4mlich Ausgang, Reisen vorbereiten und das Reisen selbst.<\/p>\n<p>Auch unsere fast ETH-Aussenposten-vierer-WG steuerte via gem\u00fctliches Diskutieren, \u00fcber Ausgang, bis zum gemeinsamen Ferien machen einen grossen Teil zum gelungenen Aufenthalt bei. Gerade weil die Wohnung etwas speziell eingerichtet war (Bsp: Die Waschmaschine war Super, doch leider f\u00fchrte ihr Abwasserschlauch einfach ins Badezimmer. Weil der Fusel im Abwasser jeweils beim Abfliessen das Badezimmersenkloch verstopfte, war bei uns im Badezimmer somit permanent Hochwasser, ab einem gewissen Pegel dann via Mauerwerk auch in der K\u00fcche) hatte das leben dort irgendwie ganz etwas einzigartiges.<\/p>\n<p>Weitere Berichte \u00fcber das Leben in Singapur und die Reisen (Kambodscha, Thailand, Malaysia, Indonesien, VAE) aus dieser Zeit finden sich in meinem Blog aus Singapur.<br \/>\nBez\u00fcglich der Kosten sieht es so aus, dass mich dieses ganze Abendteuer inkl. Flug und Reisen um die 8000 CHF gekostet hat.<\/p>\n<h3>Highlights<\/h3>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich kurz die Highlights dieses Austauschs zusammenfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>PADI Open Water Tauchkurs in Malaysia \u2013 sehr gut vom NUS Diving club organisierter, absolut faszinierenden Kurs.<\/li>\n<li>Trekingwoche auf Mt. Rinjani in Indonesien \u2013 auch darum sehr interessant weil die Austauschstudenten deutlich in der Minderheit waren.<\/li>\n<li>Zeit in der International Friendship Group auf dem Campus \u2013 kennenlernen von Leuten aus Malediven, Somalia, etc<\/li>\n<li>Auf dem Campus bei 32\u00b0 schnell zwischen den Vorlesungen im 50m Pool abk\u00fchlen.<\/li>\n<li>Geschichtsvorlesung \u00fcber Asien und die Moderne Welt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Singapur ist westlich \u2013 \u00fcberhaupt nicht. W\u00e4hrend meines Aufenthalts in Singapur durfte ich mit Faszination feststellen, dass mein so gewohntes westliches Weltbild nicht \u00fcberall als Selbstverst\u00e4ndnis gilt \u2013 und sicher Bev\u00f6lkerungsm\u00e4ssig keine Mehrheit darstellt. Mehrheitlich wird Singapur von Chinesischen Einwanderern bewohnt; doch von Muslimischen L\u00e4ndern umgeben, von vielen Indischen Arbeitern besucht und vom Welthandel durchstr\u00f6mt stellt es ein einzigartiger zusammenkommen von verschiedenen Kulturen dar, und hat darin als junger Staat seinen ganz eigene Identit\u00e4t entwickelt.<\/p>\n<p>Fragen werden unter simonch(at)ee.ethz.ch gerne beantwortet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es sich f\u00fcr einen Austausch geh\u00f6rt, sollte auch ich f\u00fcr die Mobilit\u00e4tsstelle einen Studienbericht erstellen. Doch leider kann ich mich \u00fcberhaupt nicht entscheiden, was die Welt jetzt wirklich interessiert, es gibt doch so viel zu erz\u00e4hlen. 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