Omeletten

Je nach Hunger, Anzahl Personen und Beilagen Teig in folgendem Mengenverhältniss erstellen:

  • 50 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 dl Milchwasser (50/50)
  • Salz
In Schüssel mischen.

Mit etwas Butter oder Olivenöl braten.

Varianten

  • Vollkorn oder sonstiges Spezialmehl verwenden.
  • Etwas Schinken oder Käse mit einbacken.
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Gefüllte Tomaten und Zucchetti

Rezept für fünf Personen

Zucchetti = Schweizerdeutsch für Zucchini

Benötigt: 1x Gratinform (1x gross oder 2x klein), 1x Schüssel 1x Backofen

Gemüse

  • 1-2 Tomaten pro Person, 1 Zuchini (je nach Hunger und Grösse)
Tomaten: Waschen, Ansatz mit Messer ausschneiden, umdrehen, den Boden
als Deckel abschneiden, mit Kaffellöffel aushöhlen, ausgehöhlte
Tomaten in Gratinform aufreihen, Tomatenfleisch danebenlegen.Zucchetti: Waschen, bei Bedarf schälen, mit Messer der Länge
nach entzwei schneiden, mit Löffel Kernen entfernen. Zucchettihälften
zu Tomaten in Gratinform legen, je nach Grösse der Zucchettis Kernen
auch dazulegen.
  • Kräutersalz
Zucchettioberfläche etwas salzen.

Füllung

  • 300 g Greyezer
  • 2 Eier
  • 1 El Mehl gehäuft
  • 1.5 dl Halbrahm
In Schale zusammenfügen, rühren.
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
Masse würzen

2/3 der Masse in Tomaten und Zucchettis füllen, bei Tomaten den Deckel schliessen.
Restliche Masse uniform in Gratinform verteilen.

Bei 200 C° Backen bis die Masse leicht braun ist.

Passt gut zu Reis.

Varianten

Gemüse und Käse können gut variert werden.

 

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Lachs-Rahm Sauce

Rezept für vier Personen:

  • 400-600 g Lachs
  • 1/2 Zwiebel
 Lachs in Würfelgrösse, Zwiebel fein schneiden. In Bratpfanne mit etwas Olivenöl leicht anbraten.
  • 2 dl Rahm
  • Pfeffer, Salz
Lachs in kleine Pfanne geben und mit Rahm etwas erwährmen (nicht kochen). Mit Pfeffer und Salz würzen.

 

 

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Das Adjektiv nachhaltig ist schon seit geraumer Zeit zu einem Leerbegriff geworden. Man kann es auf alles, was es gibt, anwenden, den etwas, das nicht nachhaltig ist, hat heute gar keine Existenzberechtigung mehr. … (Das Magazin 30/2011)

Grossartige kritische Betrachtung über die Idee, die Welt in nachhaltig und nicht nachhaltig einzuteilen.

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HEB-Rechner

Als Interdisziplinäre Gruppenarbeit ist der Haushalt Energie Bilanz Rechner entstanden. Er ermöglicht es, aufgrund einfacher Verbrauchs- und Benutzungszahlen, einen Haushalt bezüglich sieben heutiger Problemfelder zu bewerten.

Die sieben Problemfelder

Abfall

  1. Feinstaub
  2. CO2 – Ausstoss
  3. Radioaktiver Abfall

Ressourcen

  1. Endliche Ressourcen
  2. Überbeanspruchung nachwachsender Ressourcen
  3. Landbeanspruchung

Soziales

  1. Geldfluss an Staaten mit hoher Korruption
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Ressourcenschonendes Bauen

In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche staatliche Förderungsprogrammen lanciert worden, um umweltfreundliches Bauen zu fördern. Meist belohnen sie Verhalten, die en gross mit Energie sparen in Verbindung stehen. Ein Typ Haus wird als gut empfunden und dieser gefördert. Diese Ansätze haben aber Schwächen:

  1. Sie sind in ihrer Umsetzung oft kompliziert.
  2. Sie fördern ein bestimmtes Verhalten, reduzieren aber nicht zwingend den Beitrag zu den Problemfeldern.
  3. Daraus folgt, dass sie anfällig für Missbrauch sind.

Zwei Beispiele:

  1. Im Kanton Bern gibt im Rahmen des Förderungsprogramms Energie eine Reihe an Subventionsmassnahmen: So gibt es zum Beispiel CHF 2’000.- Pauschal für Sonnenkollektoren bis zu 10 m2 Absorberfläche. Natürlich muss man dafür eine Reihe von Kriterien und Zertifikaten erfüllen. Oder es gibt CHF 15’000 pauschal für eine Renovation nach Minergie für eine beheizte Flächen (EBF) zwischen 100 und 250 m^2.

    Doch was sagt ein solcher Nachweis über die Menge an C02 aus die pro Person durchs Heizen freigesetzt wird? Und warum erhält niemand einen Beitrag der im Winter die Raumtemparatur um 2 Grad senkt?

  2. Hausrenovationen sind bei Einkommenssteuern Abzug berechtigt.

    Doch wie viel profitieren die Problembereiche wirklich wenn jetzt ein Ferienhaus renoviert wird?

„Wenn man Probleme über Standards besteuert, profitiert wohl eher der Zulieferer zu diesem Standard als das Problem selbst. Warum nicht gleich das Problem besteuern…“

Wie würden denn nun eine Besteuerung auf den Problemfeldern aussehen? Einfach gesagt müsste man unseren Rechner invertieren: Mann überlegt sich eine Steuer zu jedem Problembereich und berechnet dann, was dies auf den Hausinput ausmacht.

Jedoch wirkt sich nicht jeder Problembereich zu lasten der Allgemeinheit aus. Als Kind habe ich gelehrt, dass wenn ich Probleme verursache, ich dafür bezahlen muss. Mann nennt das Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Eine Steuer ist dann Angesagt, wenn auf kosten der Allgemeinheit profitiert wird.

  1. Problemfeld 1 – Feinstaubausstoss
    Dies ist wohl der am Schwierigsten zu besteuernde Problembereich. Ein möglicher Ansatz ist es, von jedem Heizungstypen den Ausstoss pro Brennmaterial Koeffizienten zu erheben und dementsprechend eine Steuer auf dem verbrauchten Brennmaterial zu erheben. Aber gerade bei Holzheizungen, die einen sehr starken Feinstaubausstoss haben, dürfte das sehr schwierig sein. Dies ist der einzige Bereich wo ich eine Problembesteuerung als schwer zu realisieren betrachte.
  2. Problemfeld 2 – CO2-Ausstoss
    Gerade hier ist eine Steuer sehr einfach umzusetzen. Alles Importierte Erdöl, dass zu Brennstoff verarbeitet wird, setzt irgendwann gleich viel C02 frei. Beim Erdgas verhält es sich genau gleich.
  3. Problemfeld 3 – Radioaktiver Abfall
    Wird schon besteuert.
  4. Problemfeld 4 – Überbeanspruchung endlicher Ressourcen
    Steuer ist hier eigentlich keine nötig, es wird ja nicht auf Kosten der Allgemeinheit profitiert. Der Preis wird mit der Zeit ansteigen. Um vorausplanend zu handeln, wäre es eventuell sinnvoll, eine moderate Steuer auf endlichen Ressourcen zu Erheben – gleich beim Import.
  5. Problemfeld 5 – Überbeanspruchung nachwachsender Ressourcen
    Mit Knappheit steigt der Preis – auch hier ist keine Steuer notwendig. Sollten sich allerdings die Waldfläche drastisch reduzieren ist ein Eingreifen des Staates sicher notwendig.
  6. Problemfeld 6 – Landverbrauch
    kompiziert
  7. Problemfeld 7– Geldabfluss an Staaten mit hohem Korruptionsgrad
    Gerade um auch weniger auf Importgüter angewiesen zu sein, wäre hier eine Steuer sinnvoll. Dabei müsst nach Herkunftsland unterschieden werden.

Viele Probleme liessen sich durch zwei relativ einfach umzusetzende Massnahmen beheben:

  1. Eine C02 Steuer
  2. Eine Importsteuer auf endlichen Ressourcen.

Ein Grossteil der Abzüge, Förderungsprogramm und Verbote (Glühlampen) könnte man streichen. Die Gewinner wären die, die wenig zu den Problemen beitragen, die Verlierer die Problemverursacher.

Die zusätzlichen Mehreinnahmen könnten zur Finanzierung

  • der Folgen der Probleme wie Katastrophenhilfe bei Umweltschäden oder höheren Kosten im Gesundheitswesen oder
  • zur Erforschung neuer Technologien verwendet werden. Des weiteren könnten sie
  • allgemein via Steuersenkungen als Entschädigung für verschlechterte Lebensqualität an die Bevölkerung zurückgegeben werden.

Gegner dieser Idee mögen nun argumentieren, dass der Hausbesitzer ohne Standards ja gar nicht wisse, wie er Problembereich schonend bauen soll. Nun ja, es liegt dann an den Hersteller ihre problembereichschonenden Produkte der Bevölkerung bekannt zu machen.

Zum Schluss noch ein Auszug aus Diskussionen die oft nach dem gleichen Schema stattfinden:

  • Mein ehrwürdiges Schloss steht unter Denkmalschutz und lässt sich nicht so einfach renovieren.
  • Ja aber gerade diese alten Gebäude sind die Hauptverursacher. Wenn sie dafür bezahlen ist das auch in Ordnung. Und wenn sie es nicht vermögen, dann verkaufen sie es halt…

Die oben genannten Massnahmen würden natürlich auch andere Bereiche als Häuser betreffen. Dasselbe Argumentationsmuster tritt aber auch dort immer wieder auf:

  • Als Kleinbetrieb in einer ländlichen Gegend sind wir auf grosse Autos angewiesen, eine C02 Steuer gefährdet Arbeitsplätze.
  • Ja aber gerade die Vielfahrer von grosse Autos sind die Hauptverursacher. Wälzen sie die zusätzlichen Kosten auf den Kunden ab. Ihre Konkurrenz wird das selbe tun müssen.
    • Aber somit steigen die Lebenskosten auf dem Land.
    • Richtig, denn bis jetzt haben sie in dem Fall zu günstig auf Kosten Anderer gelebt.
      • Aber dann wird ja das Land entvölkert.
      • Dann fallen die Bodenpreise und das Land wird wieder attraktiver.
        Sollte das in grossem Ausmass eintreffen hätten wir ein Problem. Einen neuen Problembereich – entvölkerung ländlicher Gegenden. Dem kann man gegensteure geben – aber bitte nicht mit einer Ausnahme auf Kosten der andren Problembereiche. Will die Stadt eine Intakte ländliche Gegend, muss sie halt dafür Bezahlen.
    • Aber vielleicht ist meine Konkurrenz innovativer und findet eine Lösung die weniger zu den Problembereichen beiträgt.
    • Dann müssen sie sich halt Anpassen.
      • Aber dann ist ja Innovation ganz ohne Förderungsprogramm entstanden.
      • Richtig.
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Semestergebühren in der Schweiz für Studierende aus dem Ausland

In der Schweiz werden Stimmen für eine Erhöhung der Studiengebühren – insbesondere für Ausländer – laut. So zum Beispiel NZZ Online vom 11.04.2010 : „Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli bereitet eine Erhöhung der Studiengebühren vor. Ausländer sollen mehr bezahlen als Schweizer.“

Ich finde das eine sehr schlechte Idee, kurz einige Argumente:

  • Befürworter sagen “Die Studenten aus dem Ausland arbeiten nach dem Studium nicht in der Schweiz und müssen daher mehr bezahlen“.
    Diese eingeschränkte Sichtweise und zeugt von wenig Überlegung. Eigentlich gibt es acht Fälle:

    1. Schweizer die in der Schweiz studieren und Arbeiten
    2. Schweizer die in der Schweiz studieren und im Ausland Arbeiten
    3. Schweizer, die im Ausland studieren und in der Schweiz Arbeiten
    4. Schweizer, die im Ausland studieren und Arbeiten
    5. Ausländer die in der Schweiz studieren und Arbeiten
    6. Ausländer die in der Schweiz studieren und im Ausland Arbeiten
    7. Ausländer, die im Ausland studieren und in der Schweiz Arbeiten
    8. Ausländer, die im Ausland studieren und Arbeiten
  • Auffällig ist folgendes:
    1. In der Kosten-Nutzen Rechnung sind nur Gruppe 2,3,6 und 7 relevant, wobei 2 und 6 die Kosten, und 3 und 7 die Nutzen sind.
    2. Die acht Fälle lassen sich auf vier Reduzieren: Für eine Kosten Nutzen Rechnung spielt es keine Rolle welcher Nationalität ein Gruppe angehört. Dh Gruppe 1-4 und 5-8 sind dieselben. -> Aus dieser Sicht wird sofort klar, dass mit einer Nationalitätenunterscheidung in einer Kosten (Studieren)/Nutzen (Arbeiten) Sichtweise nichts gewonnen wird.
    3. Der Befürworter sagt jetzt natürlich, dass die Nutzergruppe 6 grösser ist als z.B 5 und somit ein Anstieg der Gebühren gerechtfertigt ist. Aber genau diese Sichtweise bringt mich auf den Hauptpunkt des Arguments:
  • Würde man für Gruppe 6 und 5 die Gebühren erhöhen, müsste man Gerechterweise auch:
    1. Gruppe 7 berücksichtigen: Jedem im Ausland Ausgebildeten, der in die Schweiz arbeiten kommt, müsste man seinem Heimatstaat eine Entschädigung für seine Ausbildung bezahlen. Und diese Gruppe ist meines Wissens weit grösser als Gruppe 6… (Bei Gruppe 3 müsst man gleich vorgehen)
    2. Gruppe 2 Berücksichtigen: Jedem Schweizer der vorhat, im Ausland zu Arbeiten auch die höheren Semestergebühren verlangen…
    3. Gruppe 5 Berücksichtigen: Den Ausländern, die in der Schweiz studieren aber dann auch da Arbeiten die höheren Semestergebühren wieder zurückbezahlen…
  • Fazit: In der Bilanz mit Leuten, die im einen Land Studieren und im anderen Arbeiten, liegt die Schweiz auf der Gewinnerseite, da viele gutausgebildeten Personen aus dem Ausland in die Schweiz arbeiten kommen. Wenn Leute nun der Gerechtigkeit willen für ausländische Studenten die Semestergebühren anheben möchten, müsste man konsequent auch für alle anderen Gruppen einen Finanziellen Ausgleich schaffen – und das würde die Schweiz teuer zu stehen kommen.
    -> Über Gerechtigkeit fängt man besser gar nicht erst zu Argumentieren.
  • Wie würde sich denn eine Erhöhung der Gebühren wirklich lohnen:
    1. Die ETHZ hat ~2900 Ausländische Studierende, (ohne Doktoranden).
    2. Würde man die Semestergebühren um 1000CHF erhöhen würde dies Einnahmen von 5.8 Mio bedeuten.
    3. Auf ein Budget von ~1Mrd ein eher bescheidener Betrag
    4. Selbst wenn man die Gebühren auf 10‘000 CHF pro Semester erhöhen würde, wäre dies mit 58Mio gerade mal 5% des Budgets.
  • Daraus sehen ich, dass die Motivation für höhere Studiengebühren auch nicht in den Finanzen liegen kann.
  • Mit einer Erhöhung der Gebühren nach Angelsächsischem Vorbild würde für viele Studenten dieselbe zu eine Beträchtlichen Posten im Jahresbudget. Was viele Leute nicht berücksichtigen: Länder mit hohen Studiengebühren kennen meist auch ein ausgeprägtes Stipendiensystem. Da aber Stipendien kompliziert und in den meisten Fällen nicht wirklich gerecht verteilt sind, ist ein System mit tiefen Studiengebühren und weniger Stipendien klar vorzuziehen.
  • Ein weiteren Punkt möchte ich noch kurz festhalten: Ausländische Studierende habe ich meist als sehr fleissig und Motiviert eingeschätzt. Folgende Zahlen mögen dies Verdeutlichen: Durchschnittsnote an der Basisprüfung:
    1. Schweizer Studierende: 4.22
    2. Ausländische Studierende: 4.5

Wenn jetzt also:

  1. Das Argument für höhere Gebühren nicht internationale Gerechtigkeit,
  2. noch der Finanzielle Gewinn für die Hochschulen ist und
  3. Höhere Studiengebühren grundsätzlich nur zu einem komplizierten Stipendiensystem führen,

Warum sollte man dann die Gebühren für Ausländische Studenten erhöhen?

Weil es zu wenig Studienplätze hat? Aber warum bestrafft man dann gerade die Gruppe, die durchschnittlich bessere Leistungen erbringt?

Wenn es wirklich an Studienplätzen mangelt, lässt sich dies über Leistungskontrollen korrigieren, aber sicher nicht über höhere Studiengebühren.

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Studentenproteste

Die Studenten protestieren – ein nicht ganz ernst zu nehmender Beitrag:

In den letzten Wochen haben an verschiedenen Universitäten studierende gegen Bolognia demonstriert – auch ich erhielt ein Flugblatt zusammen mit der mündlichen Aufforderung zur Demonstration.

Ich fühle mich eigentlich nicht von negativen Reformen umgeben (ich weiss ja auch nicht, wie studieren vor Bologna war), deshalb kann ich die Proteste nicht kommentieren. Trotzdem nehme ich sie zum Anlass für ein kleines Gedankenexperiment* über die Schweizer Bildungslandschaft:

Hochschulabsolventenquote

In letzter Zeit wurden in den Medien vermehrt Rufe nach einer höheren Hochschulabsolventenquote in der Schweiz laut. Dies weil sie im Internationalen Vergleich doch eher tief liegt.

Gerade vorneweg: Ich denke, dass die Schweiz in diesem Bereich nicht ein Quotenproblem sondern ein Selbstwertproblem hat. Tatsächlich ist die Arbeitswelt und somit auch die Ausbildung einem stetigen Veränderungsprozess unterworfen, doch die anstehenden Probleme werden mit mehr Universitätsstudenten nicht gelöst.

Ich würde die Berufsausbildung in auf einer Achse** grob so darstellen: (natürlich wären auch noch andere Achsen denkbar)

Praxis Theorie
Berufslehre

Weiterführende Schulen—–

—Höhere Fachschulen—

——Fachhochschulen

Universität

Dabei stellt diese Tabelle nicht ein besser/schlechter dar, sondern ein Aufteilen in Bereiche, die sich gegenseitig ergänzen.

Das die Berufslehren ein wichtiges Standbein der Schweizer Gesellschaft sind bezweifelt niemand. Die Exportstärke der Schweiz (insbesondere pro Einwohner, die Hafen- und Erdölstaten mal abgesehen) ist ein Resultat davon.

Auch die Universitäten der Schweiz sind gut. Doch gerade hier ist oft ein Selbstwertkomplex vorhanden. Letztlich bin ich auf folgende interessante Statistik gestossen: Verglichen wird die Zitierhäufigkeit von Publikationen gewichtet mit der Zitierhäufigkeit im jeweiligen Fachgebiet einer Universität. Dies sagt zwar nichts über die Lehre aus, doch dass starke Auftreten der Schweizer Unis zeigt, dass zumindest die Qualität der Forschung nicht so schlecht sein kann.

Der wichtigste Bereich ist aber die Mitte – und gerade hier sehe ich vielleicht am meisten Verbesserungspotential.

Warum ist jetzt eine höhere Universitätsabsolventenquote nicht immer besser?

  • Weil es die Qualität der Unis gefährdet:

Nicht das nicht genügend Personen eine Theoretische Ausbildung absolvieren könnten, doch diese muss von der Wirtschaftsleistung eines Volkes getragen werden. Gibt es mehr Unistudenten, muss der Beitrag einer Universität zu Wirtschaftsleistung steigen. Das heisst, die Ausbildung muss schneller und konkreter vonstatten gehen (Bachelorabschluss?). Wenn aber eine Uni zur Berufsausbildungsinstitution wird ist das grundsätzlich kein Problem, es ist dann einfach keine Uni mehr.

Denn eine Uni definiert sich (meine Interpretation) über drei Aufgaben:

  • Vorwärtstreiben der Theorie
  • Ausbilden von Leuten, die die Theorie in die anderen 2 Bereiche weitertragen
  • Ausbilden von Berufen, die sehr nahe an die Theorie gebunden sind.

Weil es aber Unis braucht, lasst uns doch einfach mehr Berufsausbildungsinstitutionen schaffen!

Was ist dann zu tun?

Ein erster Punkt ist sicher schon im bisherigen Text zur Geltung gekommen: Vermehrte Ausbildung im mittleren Bereich.

Ein zweiter Punkt ist der Zugang zum mittleren Bereich: (Dieser Abschnitt ist nur gerade ein spontaner Gedanken, nicht durchdacht.)

Im letzten Jahrzehnt wurde schon viel in diesem Bereich verbessert: Die Möglichkeit zum Wechsel zwischen den drei Bereichen.

Vielleicht müsste man am direkten Zugang noch etwas ändern, in etwa so:

Praxis Theorie
Berufslehre I
—Berufslehre II—
Gymnasium
Fortbildung

Weiterführende Schulen—–

—Höhere Fachschulen—

——Fachhochschulen

Universität

Damit meine ich einen zweiten Typ Berufslehre der vielleicht aus 3 Tagen Schule und 2 Tagen Betrieb besteht. Somit könnte gezielter Ausbildung auf die Theorie (Mathematik-> Ingenieure, Sprache -> Lehrer, Wirtschaftslehre -> Managementschulen) der nachfolgenden Tertiärstufe gelegt werde.

Vorher habe ich im Zusammenhang mit der Berufsausbildung die starke Schweizer Exportwirtschaft genannt. Ein zweiter wichtiger Punkt dafür ist die Innovationskraft. Darum sollte die Innovation auf allen ebenen gestärkt werden. Ein Mittel dazu sehen ich in mehr Reputation von Innovation auch auf nichtuniversitätsstufe in den Medien.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt der Entwicklung und höhere Absolventenzahlen sollte im mittleren Bereich stattfinden.
  • Einige fordern mehr Hochschulabsolventen. Ich fordere mehr Ausbildung zur Innovation, und die findet auf allen Ebenen der Ausbildung statt.

Ach ja, und was machen wir jetzt für die Internationalen Rankings bezüglich der Hochschulabsolventenquote?

Ich finde das ein Lehreabsolvent den Titel “Junggeselle” bei weitem und der Meisterprüfungsabsolvent den Titel “Meister” offensichtlich verdient hat. Konkret fordere ich den Bachelor und Masterabschluss auch für Absolventen im praktischen Bereich. Erstens weil ich es nichts als konsequent finde, dass man ihn im 1. Bereich auch einführt, und zweitens, weil es zu einer stärkeren Gesellschaftlichen Anerkennung der Lehrberufe führt (Welche Hollywoodsche Medienbegriffswolke Highschool, Campus, College, Ranking etc etwas geschwächt wurde.)

Und eben, dass Hochschulabsolventenquotenproblem (welches ja rein eine Formsache ist) würde mit diesem Schritt (welcher ja auch rein eine Formsache ist) gelöst.

Somit:

  • Nicht irritierenlassen von der Hollywoodsche Medienbegriffswolke Highschool, Campus, College, Ranking etc

 

* Dieser Begriff steht für folgende Gedankenkette: Deutsches Wort im englischen Wissenschaftswortschatz -> Bewussteres Aufreten des Mitteleuropäischen Dualen Bildungssystems :-)

** Es ist mir klar, dass diese Unterscheidung manchmal schwierig ist. Z.b. Pädagogik: Theorie oder Praxis?

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Einkommenssteuer

Personensteuer

In der Schweiz gibt es einen Dschungel – die Personensteuer. Entstanden aus hunderten von sozialen, ökologischen und ökonomischen Lenkungen, die nicht zu oft verschleiert eher dem Eigeninteressen verschiedener Gruppierungen dienen, verfehlt es die ursprüngliche Aufgabe: Die Besteuerung von Personen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Zusätzlich ist es in seinem Versagen noch unglaublich kompliziert. Deshalb zwingt sich ein neues Steuersystem auf welcher folgende Grundsatz erfüllt:

  • Besteuerung aufgrund der Wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
  • Einfachheit
  • Effizient/Ökonomisch

1. Besteuerung aufgrund der Wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Dieser teil ist schnelle erklärt: Steht in unserer Verfassung und bedeutend wer viel hat, zahlt mehr, wer weniger hat, zahlt weniger. Damit ist es nebst einer art Gerechtigkeit eine Massnahem gegen zu grosse Vermögensunterschiede. Dies ist gut so.

Es darf aber nicht sein, dass durch höhere Leistung entstehendes Mehreinkommen fast komplett wieder durch eine höhere Steuerklasse „weggefressen“ wird, wie das heute je nach Steuerkategorie sein kann.

2. Einfachheit

Einfachheit ist aus folgenden Gründen äusserst wichtig:

  • Nur eine einfache Lösung ermöglicht die sichere Umsetzung eines Zieles. Der Programmierer sagt: Jeder Code der länger als 50 Zeilen ist, ist garantiert fehlerhaft. Genau das ist mit dem heutigen Steuersystem passiert: Vor lauter Abzügen und Sonderregelungen ist es ein Löchersieb, das mit dem sich das eigentliche Ziel, hohe Besteuerung für hohe einkommen umgehen lässt.
  • Einfaches erfreut sich Beliebtheit, einfaches lässt sich verstehen.
  • Einfachheit ist die Voraussetzung für Punkt drei.

3. Effizienz

Was ist besser: ein Prozessor der 200’000 Rechenschritte pro Sekunde durchführen kann, davon aber 50’000 für die eigene Steuerung benötige oder ein solcher, der 180’000 pro Sekunde durchführt und 10’000 für die eigene Steuerung braucht? Natürlich der Zweite. Das heutige System braucht einen enormen Aufwand, um all die Löcher im Sieb zu stopfen. Natürlich, ein gut funktionierendes Steuersystem ist ein wichtige Grundlage eines funktionierenden Staates und somit der falsche Ort zum sparen. Doch wenn es ein System mit höherem Wirkungsgrad bei gleicher oder besserer Funktionalität gibt, ist dieses einem einen grossteil des Inputs zur Selbsterhaltung verbratenden Systems zu bevorzugen.

Das im Internationalen Steuerwettbewerb reiche Steuerzahler durch tiefe Kampfangebote, welche eigentlich dem ersten Grundsatz widersprechen ist fraglich. Wenn man sich aber durch tiefe Steuern, welche durch ein effizientes System zustande kommen, einen Wettbewerbsvorteil schafft, ist dies nur zu begrüssen.

Das System

Die Art Fla-Tax-Rate die ich nun vorstelle ist eigentlich nichts neues, ich möchte aber aufzeigen, warum sie so gut ist und wie man sie noch verbessern könnte.

Grundsätze

  • Jeder Bürger zahlt Einkommenssteuer
  • Jeder Bürger hat das recht auf ein Abzug

Das Einkommen wird zu einem fixen Steuersatz um die 15-25% versteuert. Jedem Bürger erhält einen Abzugs um die CHF 10’000-20’000. Falls dies einen negativen Steuerbetrag ergibt, wird er ausbezahlt oder einer anderen Steuerrechnung gutgeschrieben

Analog:

Das Einkommen wird zu einem fixen Steuersatz um die 15-25% versteuert. Jeder Bürger erhält 1500-5000 Franken (15-25% eines 10’000-20’000 Abzugs) rückvergütet. Falls dies einen positiven Steuerbetrag ergibt, wird er ausbezahlt oder einer anderen Steuerrechnung gutgeschrieben

Drei Beispiel

Annahme: Eine Einkommensteuer für Bund, Kanton und Gemeinde.

Setzen wir folgende Parameter:

  • Steuersatz α=20%
  • Abzug β=15’000CHF

Zahlen in CHF

  1. A. Müller verdient 75’000. Er bezahlt (75’000-15’000)*0.2=12’000 Einkommensteuer.
  2. Familie Meier:Herr Meier verdient 60’000, Frau Meier auch. Tocher Berta in der Lehre verdient 10’000, Sohn Clemenz geht zur Schule. Familie Meier bezahlt (60’000 + 60’000 + 10’000-4*15’000)*0.2=14’000 Einkommenssteuer.
  3. Die Wohngemeinschaft Musterstrasse führt eine gemeinsame Kasse.Heinrich verdient 40’000, Ingrid 55’000, Lehrling Jan 15’000, Studentin Katrin erhält 10’000 Stipendien. Die Wohngemeinschaft bezahlt (40’000+55’000+15’000+10’000-4*15’000)*0.2=12’000 EinkommenssteuerHätten sie keine gemeinsame Kasse, werden folgende Steuern bezahlt:
    1. Heinrich (40’000-15’000)*0.2=5’000
    2. Ingrid (55’000-15’000)*0.2=8’000
    3. Jan (15’000-15’000)*0.2=0
    4. Katrin(10’000-15’000)*0.2=-1’000 (dh sie erhählt 1’000 CHF)

    Was total auch 12’000 entspricht.

    -> Dem Staat ist es also VÖLLIG EGAL, wer wie eine GEMEINSAME KASSE bildet. Informationen wie Zivilstand und Kinder haben somit keinen Einfluss auf die Steuerberechnung.

Alpha-Beta und der Sozialparameter

Mann mag befürchten, dass das System zuwenig Sozial ist. Dieser Abschnitt zeigt, warum dass System selbst noch keine Aussage darüber macht, wie viel Geld umverteilt wird. Das System verlangt nur, dass es für jeden Bürger gleich ist.

Der Staat hat zwei Werkzeuge zur Hand, um das System seinen Bedürfnissen anzupassen:

  • der Steuersatz \alpha
  • der Abzug \beta
    • ( Oder direkt als Grundeinkommen: \beta_2 = \alpha \cdot \beta)

Eine genauere Betrachtung zeig, dass sich durch die Randbedingung des total benötigten Steuervolumens eine Reduktion auf eine Parameter ergibt, nennen wir ihn \sigma, den Sozialparameter.

  • Ein Staat braucht ein Steuereinkommen, dafür hat er eine Anzahl Bürger. Daraus ergibt sich das durchschnittliche Steuervolumen pro Bürger, dSpB.
  • Aus dem totalen Einkommen aller Bürger ergibt sich das durchschnittliche Einkommen pro Bürger, dEpB.

Es folgt:

    \[ dSpB  =  \alpha \cdot \left(dEpB - \beta\right) =\alpha \cdot  dEpB - \beta_2 \]

oder  ausgeschrieben

    \[ TotaleSteuern = \alpha \cdot TotalesEinkommen - AnzahlBuerger \cdot \beta_2\]

Sigma

Eine Möglichkeit den Sozialparameter zu definieren sieht so aus:

Sigma ist zwischen 0 und 1, wobei die beiden Randpunkte durch

  • Linearer Steuersatz:
    • \sigma = 0
    • Kein Abzug: \beta = 0, \alpha = \frac{dSpB}{dEpB} = \frac{TotalesEinkommen}{TotaleSteuern}
  • “Kommunismus”:
    • \sigma = 1
    • Gleiches Einkommen für Alle: \alpha = 1, \beta = dEpB-dSpB = \frac{TotalesEinkommen-TotaleSteuern}{AnzahlBuerger}
Linearer Steuersatz \sigma = 0 \alpha = \frac{dSpB}{dEpB} \beta = 0
“Kommunismus” \sigma = 1 \alpha = 1 \beta = dEpB-dSpB

gegeben sind.

Gegeben \sigma und das benötigte Steuervolumen ergeben sich  folgende Formel:

    \[\beta_2 = \sigma \cdot ( dEpB-dSpB ) \]

    \[\alpha   =\frac{dSpB + \beta_2}{dEpB} = (1-\sigma) \cdot\frac{dSpB }{dEpB} + \sigma\]

Beispiel

  • TotalesEinkommen = 395'000'000'000
  • TotaleSteuern = 60’000’000’000
  • Durchschnittliche Steuern pro Person: dSpB = 8'000
  • Durchschnittliches Einkommen pro Person: dEpB = 50'000
  • \sigma = 0.1

->

    \[\beta_2 = 0.1 \cdot ( 50'000-8'000 )  = 4'200\]

    \[\alpha   =0.9 \cdot\frac{8'000 }{50'000} + 0.1 = 0.244\]

Steuern in Abhängigkeit des Einkommens

Steuerprozent in Abhängigkeitdes Einkommens

 

Brutto-Netto Einkommen

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